Ausländische Investoren schrecken ab

Frankfurt

Internationale Investoren werden von den hohen Immobilienpreisen in deutschen Städten abgeschreckt. Nichts desto trotz dürften die Mietpreise in den Großstädten weiter ansteigen

Frankfurt
Frankfurt ist ein beliebtes Ziel für ausländische Investoren

Für ausländische Investoren gelten Wohnungen und Häuser in Deutschland als sichere Investition, zum Leidwesen von Mietern und Immobilienkäufern. Die Wohnungsnot ist groß, Eigentum wird für viele Menschen unbezahlbar. Doch jetzt werden auch internationale Investoren von den hohen Preisen abgeschreckt, wie die Analyse der PwC zeigt.

In den letzten 12 Monaten gingen die Immobilien-Investments in Deutschland um 3 Milliarden auf 65 Milliarden Euro zurück. Gerade Wohnungen und Häuser in Deutschland wurden aufgrund ihrer Sicherheit von internationalen Investoren geschätzt.

Großbritannien gewinnt an Beliebtheit für Investoren

Viele abgeschreckte Anleger befürworten jetzt Investitionen in Großbritannien. Auf der Insel wurden vom Schlussquartal 2017 bis zum Ende des dritten Quartals dieses Jahres 68 Milliarden Euro in Immobilien investiert. Jörn Reinecke, Vorstandsmitglied der Magna Real Estate GmbH, erklärt „Es gibt weniger Zielobjekte für die ausländischen Investoren, und die vorhanden sind zu teuer. Trotz des bevorstehenden Brexit kann Großbritannien an Deutschland vorbeiziehen.“

Im großen Stil kauften Investoren aus den USA, China und Großbritannien in den letzten Jahren Wohnungen und Häuser in deutschen Städten.  Jeder zweite Deal der die 10 Millionen Euro Marke knackte, stammte 2017 von ausländischen Kapitalgebern, so der Verband deutscher Pfandbriefbanken.

Preisanstiege in Frankfurt wegen des Brexit

Gegen den Trend entwickelten sich allerdings die Immobilieninvestments in Frankfurt. In der Stadt am Main wurden 8 Milliarden Euro und Wohnungen und Häuser investiert, damit wurde ein Plus von 12,5 Prozent innerhalb eines Jahres erreicht. Frankfurt holte somit die deutsche Hauptstadt ein. Im Europaweiten Vergleich stehen nur Paris und London vor den beiden deutschen Städten.

In Frankfurt geht man davon aus, das die Zahl der Bankbeschäftigten mittelfristig um 8.000 Menschen steigt. Der Grund dafür sind viele Zuzüge von Bankern aus London wegen des Brexit.

Laut der PwC Studie bleiben deutsche Städte aber weiterhin begehrt, trotz der Skepsis über hohe Immobilienpreise. Die befragten Profis sehen für die besten Aussichten in europäischen Metropolen vier deutsche Städte in den Top Ten, darunter Berlin, Frankfurt, Hamburg und München.

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