Kleinere Wohnungen für Großstädter

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Quadratmeterpreise in Höhe von 20 Euro sind keine Seltenheit mehr. Hier verabschieden sich Normalverdiener von ihrer Traumwohnung. Der Trend geht in Richtung der kleineren Wohnungen.

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Großstädter haben immer weniger Wohnraum zur Verfügung

Wer in den deutschen Großstädten nach bezahlbaren Wohnraum sucht, wird meist enttäuscht. In Köln zahlen Mieter für eine 60 m² großen Wohnung 1.150 Euro Kaltmiete, in München sind es 1.110 Euro für nur 38 m².

Mehr Wohnraum nur auf dem Land bezahlbar

„Vor nicht allzu langer Zeit, hätte ein potentieller Mieter eher zur größeren Wohnung als zur kleineren Wohnungen in Großstädten tendiert. Heutzutage lassen es die Mietpreise nicht mehr zu“, erklärt Jörn Reinecke, Vorstand der Magna Real Estate AG. Großstädter richten sich auf kleineren Wohnraum ein. Nur im ländlichen Bereich sind großzügigere Wohnungen noch bezahlbar.

Hintergrund der Entwicklung ist unter anderem auch der demographische Wandel. Heutzutage werden die Menschen älter und die Anzahl an Ein-Personen-Haushalten steigt. Folglich benötigen die Städte bei gleich bleibender Bevölkerungsanzahl mehr Wohnung. Dieses bekannte Problem liegt an der mangelnden Investitionsbereitschaft der Vergangenheit. Selbst wenn der Wille der Bauträger da war, waren kaum Grundstücke vorhanden.

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes, ist nach der Jahrtausendwende die Wohnfläche je Bundesbürger stetig gewachsen. 1999 sind es rund 39 m² pro Kopf gewesen, zehn Jahre später stieg der durchschnittliche Wert an Wohnfläche pro Kopf auf rund 39 m². Im vergangenen Jahr Lag der Wert dann bei 46,5 m². Die Tendenz geht jetzt in die andere Richtung, zumindest in Großstädten.

Größere Wohnungen werden umgebaut

 

Große Deutsche Vermieter reagieren auf die Wohnungsnot mit verstärktem Angebot kleinerer Wohnungen. Optische Großzügigkeit soll mit bodentiefen Fenstern und kleineren Schlafzimmern und Fluren vermittelt werden. Bei Um- und Neubauten werden Wohnungen mit einer Größe von 160 m² in kleinere 55 m² – 60 m² Apartments umgebaut.

Die Entwicklung über kleine Wohnungen höhere Quadratmeterpreise zu realisieren, sieht Jörn Reinecke als problematisch: „Es ist eine Lösung im Kampf gegen leer stehende große Wohnung die sich schwer vermieten lassen, dennoch ist es nicht der optimale Weg“, erklärt Jörn Reinecke, Vorstand der Magna Real Estate AG.

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